Einsamkeit

Einsamkeit ist ein Gefühl, das jeder kennt - auch die Menschen am Bayerischen Untermain.  Daher haben sich die Gesundheitsregionplus Landkreis und Stadt Aschaffenburg und die Gesundheitsregionplus Miltenberg intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wurde in Kooperation mit den beiden Gesundheitsämtern und dem Amt für Sport, Gesundheit und Städtepartnerschaften zwei Fachveranstaltungen organisiert. Ziel war es die Experten, Fachleute und Interessierte aus der Region zusammenzubringen, um die Herausforderungen der Einsamkeit zu verstehen und gemeinsam Wege zu finden, um Einsamkeit begegnen zu können. Im Vordergrund stand außerdem das Netzwerken der Akteure. Die Ergebnisse der Fachtage werden in diesen Wegweiser dargestellt. Er bündelt Informationen und Hilfsangebote für Fachkräfte und Betroffene. 

Präventionsschwerpunkt 2023

Ziel des Präventionsschwerpunkts

Das Thema könnte nicht aktueller sein, nach der Pandemie und als Präventionsschwerpunkt des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. „Licht an“ lautet das Motto der Kampagne, um das Thema in den Fokus zu stellen.

Weitere Informationen und Tipps finden Sie unter: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/einsamkeit/

Übergeordnetes Ziel des Präventionsschwerpunkts ist, den gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit zu begegnen. Das Thema Einsamkeit soll entstigmatisiert und ein Bewusstsein und Kompetenz für die Vermeidung von Einsamkeit und deren gesundheitlichen Auswirkungen geschaffen werden. Durch geeignete Maßnahmen sollen Menschen befähigt werden, Einsamkeit zu vermeiden bzw. einen Weg aus der Einsamkeit finden.

Botschaften des Präventionsschwerpunktes

  • Einsamkeit kann jeden treffen. Einsamkeit soll entstigmatisiert werden. Es ist wichtig, Einsamkeit bei sich und anderen zu erkennen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und mit anderen Personen darüber zu sprechen.
  • Einsamkeit kann krank machen. Der mit Einsamkeit häufig einhergehende ungesunde Lebensstil soll bewusstgemacht und Informationen zu gesundheitsförderlichem Verhalten sollen angeboten werden. Dazu gehören zum Beispiel Strategien zur körperlichen Aktivität, gesunder Ernährung und Stressreduktion sowie einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.
  • Einsamkeit vermeiden, Einsamkeit überwinden. Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass die Gesundheit als Folge von Einsamkeit beeinträchtigt wird, können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.
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Über Einsamkeit

Wie wird Einsamkeit definiert?

Unter Einsamkeit versteht man das subjektive, negative Gefühl einer Diskrepanz der gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen. Dabei ist die Qualität der sozialen Beziehungen wichtiger als die Quantität. Die Einsamkeit ist von sozialer Isolation und Alleinsein abzugrenzen.

Wie viele Menschen in Bayern leiden unter Einsamkeit?

In Bayern litten vor der Corona-Pandemie im Jahr 2017 2,3 % der Bevölkerung (sehr) häufig unter sehr starken Einsamkeitsgefühlen und ca. 30 % der Bevölkerung gab an, manchmal sehr starke Einsamkeitsgefühle zu verspüren. Dabei unterscheiden sich die Werte kaum von den bundesweiten Daten. Menschen ab 66 Jahren sind etwas stärker (3,5 %) als andere Altersgruppen von häufigen oder sehr häufigen Einsamkeitsgefühlen betroffen, die 26- bis 35-Jährigen etwas weniger (0,9 %). 28,8 % der Menschen ab 66 Jahren fühlen zumindest manchmal starke Einsamkeit, bei den 18- bis 25-Jährigen sind es 31,5 %. Einsamkeit kann über die gesamte Lebensspanne auftreten; sie steht häufig im Zusammen-hang mit Lebensübergängen. Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer; Alleinlebende häufiger als Personen in Paarhaushalten und Partnerlose häufiger als Personen in einer Partnerschaft. Besonders hohe Einsamkeitsraten finden sich bei den arbeitslosen Personen und armen Menschen.
Der Einfluss der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen auf die Entstehung oder Verstärkung von Einsamkeit ist Gegenstand aktueller Studien. Ergebnisse der SOEP-CoV Studie und der NAKO Gesundheitsstudie (ehemals „Nationale Kohorte“) zeigen während des Lockdowns im Frühjahr 2020 einen starken Anstieg der Einsamkeit über alle Bevölkerungsgruppen hinweg im Vergleich zu Zeiten vor der Pandemie, wobei Frauen und junge Personen besonders betroffen waren. Eine Zusatzbefragung, die im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) im Juni und Juli 2020 durchgeführt wurde, berichtet bei den befragten 46- bis 90-Jährigen eine Einsamkeitsrate in Höhe von rund 14 %. Zwischen 2017 und 2020 ist demnach ein Anstieg der von Einsamkeit betroffenen Personen um rund 5 Prozentpunkte auf das 1,5-Fache zu beobachten. Für den geplanten Einsamkeitsbericht des StMGP wurden Sonderauswertungen des Sozioökonomischen Panels (SOEP) vorgenommen, die den starken Anstieg vor allem bei den Jüngeren auch für Bayern zeigen.

Quelle: https://www.bestellen.bayern.de/application/eshop_app000007?SID=569100601&ACTIONxSESSxSHOWPIC(BILDxKEY:%27stmgp_einsamkeit_001%27,BILDxCLASS:%27Artikel%27,BILDxTYPE:%27PDF%27)

Was sind die Ursachen und mögliche Risikogruppen von Einsamkeit?

Als gesellschaftliche Ursachen für Einsamkeit werden beispielsweise veränderte Beziehungsstrukturen (“Individualisierung“), der demografische Wandel, die gestiegene räumliche und soziale Mobilität sowie der Anstieg unpersönlicher Kommunikationsformen durch die Digitalisierung (Digital Networks) gesehen.

Wer denkt, für Einsamkeit sind überwiegend ältere Menschen gefährdet, liegt falsch. Seit der Pandemie sind vor allem Menschen unter 30 betroffen, was zeigt: Einsamkeit macht vor niemandem Halt. Gefährdet sind vor allem Menschen in Übergangssituationen. Beispielsweise der Start in einen neuen Lebensabschnitt, ein Jobwechsel oder Umzug können mögliche Gründe sein. Das Gefühl des Verlassenseins geht nicht selten auch mit dem Verlust einer nahestehenden Person einher. Aber auch Menschen mit gesundheitlichen und finanziellen Einschränkungen, einem Migrationshintergrund oder niedrigen Bildungsgegebenheiten haben ein erhöhtes Risiko, von Einsamkeit betroffen zu sein.

Bekannte Risikofaktoren für Einsamkeit sind u. a. hohes Lebensalter, Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen und Armut, Wohnsituation, Migrationshintergrund, Partnerlosigkeit, gesundheitliche Einschränkungen (physisch und psychisch) sowie soziale Isolation. Hinzu können Faktoren der individuellen Lebensführung kommen.

Wie kann sich Einsamkeit auf die Gesundheit auswirken?

Länger dauernde Einsamkeit, auch der häufig damit verbundene Lebensstil stellen ein Gesundheitsrisiko dar, die Folgen unterscheiden sich jedoch je nach Altersgruppe. Unter alten und hochaltrigen Personen kann Einsamkeit die Entwicklung einer Demenz begünstigen. Sind Menschen im frühen oder mittleren Erwachsenenalter einsam, erhöht dies das Risiko einer psychischen Krankheit wie einer Angststörung oder einer Depression. Einsame jüngere Menschen berichten über eine erhöhte Nervosität sowie Schlafprobleme. Außerdem haben jüngere, einsame Personen im erwerbsfähigen Alter mehr Schwierigkeiten, einen passenden Beruf zu finden und sind häufiger arbeitslos. Depressionen sind Risikofaktor für und können Folge von Einsamkeit sein. Aufgrund der engen Verbindung von Einsamkeit und Depression, berichten einsame Menschen häufiger von Suizidgedanken. Internationale Studien zeigen, dass Menschen mit psychischen Störungen häufiger einsam sind als die allgemeine Bevölkerung und dass psychisch Erkrankte, die von Einsamkeit berichten, ungünstigere Krankheitsverläufe aufweisen als nicht einsame psychisch Kranke. Zudem kann sich chronische Einsamkeit in vielerlei Weise negativ auf das Wohlbefinden auswirken und beispielsweise mit Schlafstörungen und Angstzuständen einhergehen. Einsame Menschen weisen auch ein erhöhtes Risiko für verschiedene körperliche Erkrankungen und eine erhöhte Sterblichkeit auf, die mit der Risikoerhöhung durch z.B. Adipositas vergleichbar ist. So ist das Risiko für einen Schlaganfall und eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bei einsamen Menschen erhöht. Einer aktuellen Studie zufolge wirkt sich soziale Isolation auch auf die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt aus: sozial isolierte Menschen hatten nach einem Herzinfarkt ein 25 % höheres Sterblichkeitsrisiko. Darüber hinaus ist Einsamkeit mit einem schwächeren Immunsystem assoziiert und wird – bei allerdings noch heterogener Studienlage – sogar in Zusammenhang mit Krebserkrankungen gebracht. Einsame Menschen sind auch im Hinblick auf Suchtmittelkonsum (Alkohol, Cannabis, etc.) stärker gefährdet. Dabei kann Einsamkeit an sich gesundheitliche Folgen haben, da soziale Unterstützung und soziale Eingebundenheit als wesentliche Bedingungen von Gesundheit fehlen. Oft wirkt sich aber auch der damit einhergehende ungesunde Lebensstil oder die Lebenslage einsamer Menschen gesundheitlich negativ aus.

Wie kann sich Einsamkeit auf die Gesellschaft auswirken?

  • Erhebliche Mehrkosten im Gesundheitssystem
  • Wenig politisches Interesse oder Fokussierung der Wut auf die Gesellschaft
  • Erschwerte Integration in den Arbeitsmarkt
  • Menschen, die einsamer sind, vertrauen weniger und haben Angst vor weiteren sozialen Kontakten – Feindseligkeit, innerer Rückzug

Was sind Schutzfaktoren von Einsamkeit?

  • gute familiäre, soziale und nachbarschaftliche Beziehungen
  • Heimatverbundenheit – sich zu Hause fühlen
  • Ehrenamtliches Engagement
    Gemeinsame Wohnformen
  • Haustiere
  • Soziale Medien
  • Barrierefreiheit (analog und digital)
  • Berufliche Tätigkeit
  • Spiritualität/Glaube

Wie kann Einsamkeit überwunden werden?

1. Hilfe annehmen: Es ist nicht leicht, Probleme alleine anzugehen und auch nicht notwendig dies zu tun. Viele Menschen im persönlichen Umfeld helfen jedoch gerne, man muss es nur zulassen. Es spricht auch nichts gegen eine professionelle Hilfe, vor allem bei psychischen Erkrankungen kann dies ein wichtiger Schritt sein.

2. Anrufen: Ein Anruf bei einem alten Bekannten oder einer alten Bekannten kann manchmal wahre Wunder bewirken und nicht nur einem selbst, sondern auch der Person am anderen Ende der Leitung gut tun. Wer nicht gerne telefoniert, kann auch eine Nachricht oder einen Brief verfassen – ein leichter Weg, um eigene Gedanken und Ereignisse mit jemandem zu teilen.

3. Vereinsmitgliedschaft: Egal ob Musik-, Sport- oder ehrenamtlicher Verein: Es ist schön, eine „Verpflichtung“ zu haben und gleichzeitig einen Ort, an dem man sich mit Menschen treffen kann, die die
eigenen Interessen teilen.

4. Spazierengehen: Ein Spaziergang tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Psyche. Ganz nebenbei ist es möglich, auf neue oder alte Kontakte zu treffen.

5. Mut für Neues: Raus aus der Komfortzone und keine Angst vor Veränderung! Das Ausprobieren von neuen Aktivitäten hält fit und eröffnet neue Möglichkeiten.

6. Gewohnheiten und Rituale: Auch geregelte Tagesabläufe und Rituale, wie das Lesen eines Buches, einige Minuten Meditation oder das Grüßen von Menschen in ihrer Umgebung können das allgemeine Wohlbefinden steigern.

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Wege aus der Einsamkeit

Empfehlungen

1. Hilfe annehmen: Es ist nicht leicht, Probleme alleine anzugehen und auch nicht notwendig dies zu tun. Viele Menschen im persönlichen Umfeld helfen jedoch gerne, man muss es nur zulassen. Es spricht auch nichts gegen eine professionelle Hilfe, vor allem bei psychischen Erkrankungen kann dies ein wichtiger Schritt sein.

2. Anrufen: Ein Anruf bei einem alten Bekannten oder einer alten Bekannten kann manchmal wahre Wunder bewirken und nicht nur einem selbst, sondern auch der Person am anderen Ende der Leitung gut tun. Wer nicht gerne telefoniert, kann auch eine Nachricht oder einen Brief verfassen – ein leichter Weg, um eigene Gedanken und Ereignisse mit jemandem zu teilen.

3. Vereinsmitgliedschaft: Egal ob Musik-, Sport- oder ehrenamtlicher Verein: Es ist schön, eine „Verpflichtung“ zu haben und gleichzeitig einen Ort, an dem man sich mit Menschen treffen kann, die die
eigenen Interessen teilen.

4. Spazierengehen: Ein Spaziergang tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Psyche. Ganz nebenbei ist es möglich, auf neue oder alte Kontakte zu treffen.

5. Mut für Neues: Raus aus der Komfortzone und keine Angst vor Veränderung! Das Ausprobieren von neuen Aktivitäten hält fit und eröffnet neue Möglichkeiten.

6. Gewohnheiten und Rituale: Auch geregelte Tagesabläufe und Rituale, wie das Lesen eines Buches, einige Minuten Meditation oder das Grüßen von Menschen in ihrer Umgebung können das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Anregungen für Betroffene


Wenn Sie sich einsam fühlen oder befürchten, es zu werden: 

Fragen zu Ihrer aktuellen Situation:
Fehlt Ihnen etwas, wenn Sie Ihre Beziehungen insgesamt betrachten?
Fühlen Sie sich eingebunden?
Wünschen Sie sich eine Veränderung in einem Bereich? Was sollte anders werden?

Tipps und Anregungen:

  • Sprechen Sie darüber, was Sie beschäftigt. Sie sind nicht die einzige Person mit diesem Gefühl. Darüber reden kann verbinden.
  • Gibt es eine Person, die Sie dabei unterstützen kann, neue Kontakte zu knüpfen? Fangen Sie mit dieser Person ein Gespräch an.
  • Überlegen Sie sich, wofür Sie dankbar sind. Schreiben Sie dies täglich auf. Sie können auch ein Tagebuch schreiben mit positiven Momenten von jedem Tag.
  • Was tut Ihnen gut, was macht Ihnen Freude? Malen, Musik hören, schreiben, telefonieren oder etwas ganz anderes? Machen Sie mehr davon, planen Sie dies in Ihren Tagesablauf ein.
  • Strukturieren Sie sich Ihren Tag, machen Sie einen Tages- oder Wochenplan.
  • Informieren Sie sich in Ihrer Regionalzeitung oder im Internet über passende Treffen oder Veranstaltungen in Ihrer Nähe.
  • Gehen Sie hinaus, Bewegung und Natur tun gut.
  • Haben Sie ein Herz für Tiere? Vielleicht gibt es in der Nähe ein Tierheim, das Sie besuchen wollen, oder ein Nachbar / eine Nachbarin hat ein Haustier, um das Sie sich ab und zu kümmern könnten.
  • Laden Sie Leute zu sich ein, sei es auch nur für einen Kaffee und ein paar Guetzli. Lassen Sie sich von einer Absage nicht entmutigen.
  • Werden Sie selbst aktiv, probieren Sie Neues aus. Bleiben Sie dran, auch wenn es nicht beim ersten Anlauf klappt.
  • Nehmen Sie Kontakt mit einer Fachstelle auf, damit Sie sich auf Ihrem Weg begleitet und unterstützt fühlen.

Anregungen für Bekannte

Wenn Sie Einsamkeitsgefühle bei Personen in Ihrem Umfeld vermuten: ​

Fragen zur aktuellen Situation:

  • Wirkt die Person in ihrem Verhalten verändert? Zieht er/sie sich beispielsweise zurück?
  • Haben Sie den Eindruck, die Person habe eine veränderte Gemütslage?
  • Macht die Person Äußerungen über Einsamkeit, vielleicht auch versteckt, wie beispielsweise «Heutzutage hat ja niemand mehr Zeit»?
     

Tipps und Anregungen:

  • Ermutigen Sie die Person, über ihre Gefühle zu reden und Unterstützung anzunehmen. Hören Sie aufmerksam hin, was Ihr Gegenüber erzählt.
  • Fragen Sie die Person, welche Themen und Tätigkeiten sie interessieren oder einmal interessiert haben. Machen Sie den Vorschlag, diesen wieder nachzugehen.
  • Was hat der betroffenen Person früher Kraft gegeben und könnte ihr auch jetzt wieder Kraft geben?
  • Wie wurden früher Kontakte geknüpft, und was hat dabei geholfen?
  • Ermuntern Sie die Person, sich zu erkundigen, ob es in der Umgebung Nachbarschafts-, Quartier-, oder Gemeindetreffen gibt, und regen Sie sie an, ganz unverbindlich reinzuschauen. Unterstützen Sie die Person allenfalls dabei.
  • Regen Sie die Person an, bei einem Freiwilligendienst oder bei einem Verein mitzumachen.
  • Zeigen Sie die Möglichkeiten der virtuellen Vernetzung auf, machen Sie auf einen Kurs oder ein Unterstützungsangebot im Umgang mit digitalen Medien aufmerksam.
  • Ermutigen Sie die Person, Kontakt mit einer Fachstelle aufzunehmen.

Aktionskarten der Gesundheitsregionenplus

Vom Organisationsteam wurden Aktionskarten erstellt, die als eine Art individuelles Rezept zur Bekämpfung von Einsamkeit dienen. Sie sollen dazu beitragen soziale Verbindungen zu fördern und das eigene Wohlbefinden zu stärken, indem Sie Anlässe bieten um Zeit mit einem Menschen zu verbringen. Eine Karte schlägt beispielsweise vor sich auf eine Tasse Kaffee zu verabreden, eine andere Karte schlägt vor sich Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang zu nehmen. Und es gibt auch unausgefüllte Karten, die selbst ganz nach Belieben befüllt werden dürfen. Die Aktionen und Unternehmungen betreffen nicht nur das Leben derjenigen, die die Karten einsetzen, sondern auch derjenigen, die die Karte geschenkt bekommen. Sie können dafür eingesetzt werden, um einem einsamen Menschen zu unterstützen, indem sie dazu ermutigen proaktiv zu handeln, soziale Verbindungen zu fördern und das eigene Wohlbefinden zu stärken und sich selbst etwas Gutes zu tun.

Nachfolgend finden Sie die Druckvorlage der Aktionskarten zur eigenen Vervielfältigung

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Fachveranstaltung "Einsamkeit begegnen - in Einzelberatung, Begleitung und Gruppenbegleitung“

Einsamkeit im beruflichen Kontext

Wann/Wie sind Sie im letzten Monat im beruflichem Kontext mit Einsamkeit konfrontiert worden?

Einsamkeit im beruflichen Kontext kann uns auf verschiedene Weise treffen. Das Gefühl von Einsamkeit kann uns zum einen selbst betreffen, uns zum anderen aber auch bei KollegInnen oder KlientInnen begegnen.

 

  • In beratender Funktion mit Klienten
  • Beratung für Menschen mit Behinderung
  • Selbsthilfe
  • Seniorenberatung
  • Nachbarschaftshilfe
  • Bei Trauergesprächen
  • Bei Krankenkommunion
  • Bei Firmvorbereitung
    Grundthema in der PIA
  • Schwierig sind beratungsresistente Menschen
  • Fehlendes Verständnis für Einschränkungen
  • Suchthilfe
  • Als Berater nicht mit der Tür ins Haus fallen, das Thema vorsichtig ansprechen

Als Teammitglied und im eigenen Berufsleben

  •  Fehlende Leitungskompetenz im Team
  • Mobbing
  • Diskriminierung / Ostrazismus (Ausschluss einzelner Personen)
  • Einsamkeit im Berufsleben
  • Nach dem Berufsleben mit
  • Eintritt in die Rente
  • Fehlender Rückhalt
  • Nicht einsam aber allein gelassen fühlen
  • Bei Kündigung (geht mit Gefühl der Wertlosigkeit und damit Einsamkeit einher)
  • Fehlende Anpassung des Arbeitsplatzes
  • Home Office
  • Charakterabhängig ob Teamplayer oder Einzelkämpfer
  • Gefühl der Überflüssigkeit vs. Sinn in der eigenen Arbeit sehen

Wie haben Sie darauf reagiert? War Zeit um auf das Thema einzugehen?

  •  An weitere Beratungsstellen verweisen -> Wegweiser wird benötigt
  • Zeitdruck ist oft ein Problem
  • Das Thema wird häufig nur unterschwellig angesprochen
  • Rückzug -> Erkennen & wahrnehmen
  • Individuelle Lösungen zu finden ist der erfolgversprechendste Weg, aber leider ist es nicht immer möglich

Bemerken Sie in letzter Zeit eine Häufung des Themas?

  • Seit der Pandemie wird ein Anstieg wahrgenommen

Sonstige Nennungen

  • Einsamkeit in der Partnerschaft z.B. im Alltag, nach der Geburt, nach Trennung
  • Gleichstellung
  • "Me Too" - ich möchte wahrgenommen und wertgeschätzt werden
  • Überflüssigkeit
  • Wichtig ist, es offen auszusprechen und sich selbst zu öffnen

Bilder der Workshop Ergebnisse

Einsamkeit im digitalen Kontext

Leitfragen:

• Macht uns digitale Vernetzung einsamer und isolierter oder sozialer und verbundener?
• Machen moderne Arbeitsformen wie Homeoffice einsam?
• Verstärken virtuelle Beziehungen das Gefühl von Einsamkeit?
• Für welche Personengruppen ist die digitale Vernetzung ein großer Gewinn?

Potenziale der digitalen Vernetzung:

- Engere Vernetzung: Durch die dauerhafte Nutzung der Medien, kann eine enge Vernetzung unabhängig von Ort und Zeit entstehen, auch bei eingeschränkter Mobilität oder räumlicher Entfernung
- Kontakt halten: in jeder Altersgruppe, in jeder Lebenssituation kann sich regelmäßig getroffen werden.
- Gleichgesinnte: Es können Videokonferenzen mit gleichgesinnten Personen veranstaltet werden.
- Neue Kontakte: Man kann schnelle neue Kontakte knüpfen.
- Niedrigschwelligkeit: Durch das Internet entsteht eine Niedrigschwelligkeit.
- Gegenseitiges Lernen: Alt kann von Jung lernen. Man findet viele Hilfestellungen im Internet.
- Schafft Möglichkeiten, die im echten Leben nicht zu Stande kommen: Personen spielen zusammen ein Spiel, diese Personen hätten sich draußen niemals getroffen
- Reduziert Hemmschwellen: Personen öffnen sich zum Teil schneller im Internet

Fazit: Digitale Vernetzung wird als Ergänzung – nicht als Ersatz – von analogen Kontakten gesehen, da Körperkontakt völlig fehlt und wertvolle Zwischentöne, Mimik etc. häufig außen vor bleiben und es so leicht zu Missverständnissen kommen kann. Es ist im digitalen Raum leichter, jemandem vorzuspielen, dass es einem gut geht, obwohl es in Wirklichkeit nicht so ist.

Herausforderungen der digitalen Vernetzung:

- Fehlende Voraussetzungen (technische und fachliche) führen zur Ausgrenzung
- Masse an Informationen
- Fehlende Hinterfragung: Vertrauliche Quelle und real existierende Personen -> Betrugsgefahr
- Menschen werden auf das Äußere bzw. geschriebene reduziert: z.B. bei Dating Portalen wird nur noch auf das Äußere geachtet, sodass ein Mensch nur danach beurteilt wird
- Anonymität: Menschen verstecken sich hinter ihren Profilen. Es wird oft Dinge gesagt, die man sich im „echten“ Leben nicht traut
- Durch die digitale Kommunikation geht die persönliche Kommunikation verloren, sodass keine richtigen Beziehungen entstehen bzw. diese oberflächlich bleiben
- Wenn Digitalisierung zur Sucht wird, man sich selbst isoliert und nur noch vor dem Bildschirm sitzt
- Flucht ins Digitale, Bezug zur Realität geht verloren
- Druck aufgrund „vermeintlich“ ständiger Erreichbarkeit
- Interpretationsspielraum kann zu Missverständnissen führen
- Zu viel Homeoffice macht einsam, weil der Austausch mit Kollegen fehlt

Fazit: Es ist notwendig, einen gesunden Umgang mit Medien zu erlernen und für die Gefahren sensibilisiert zu werden, damit die Vorteile genutzt werden können.

Zwei Seiten einer Medaille:

- Emotionale Nähe kann hergestellt werden durch digitale Kommunikation, körperliche Nähe nicht.
- Jugendliche spielen online miteinander & dennoch ersetzt es keine reale Begegnung
- Wir brauchen auch die reale Welt
- Schulung und Begleitung für alle Altersgruppen notwendig, damit sie gesunden Umgang mit digitalen Medien lernen
- Hemmschwelle für viele Ältere.  Ermutigung & Schulung nötig

Fazit: Es gibt zwei Seiten einer Medaille: Einerseits ist die digitale Vernetzung eine riesen Chance: Virtuelle Beziehungen sind flexibler was Zeit und Raum betrifft, ermöglichen den Kontakt über weite Distanzen, vereinfacht den Alltag (z.B. Onlinebanking). Digitale Beratungsangebote können niederschwellig genutzt werden – auch von Muttersprachler*innen, die sich in anderen Ländern aufhalten. Andererseits besteht die große Gefahr, dass sich Leute in die digitale Welt zurückziehen, sich zunehmend isolieren und Ängste entwickeln vor sozialen Interaktionen.

Bilder der Workshop Ergebnisse

Strategien und Ansätze im (Beratungs-) Gespräch

Erkennungsmerkmale von Einsamkeit:

-hoher Gesprächsbedarf oder Schweigsamkeit
-fehlendes soziales Netzwerk
-Verlusterfahrungen
-erkennen durch nonverbale Kommunikation
-Klient:in spricht es direkt an


Geeignete Fragen im Beratungskontext:

-Wäre eine Selbsthilfegruppe etwas für Sie?
-Haben Sie Jemanden der Sie beim Ausfüllen von Anträgen unterstützt?
-Wie ist Ihr Tagesablauf?
- Wie war ihre letzte Geburtstagsfeier


Konkrete Angebote:

-Mitgliedschaft im Verein
-frühere Hobbys
-Selbsthilfegrupppe
-Mehrgenerationenhaus
-Nachbarschaftshilfe
-Offene Treffs
-Weitervermittlung an andere Beratungsstellen und Netzwerkpartner:innen
-Folgeberatungstermin vereinbaren
-Ehrenamt

Gedanken zum Thema Einsamkeit?

- Generationsproblem?
- Gefühl der Wertlosigkeit
- Wie mobil bin ich noch?
- Kann ich andere mit dem Thema belasten?
- Einsamkeit ansprechen benötigt Vertrauen
- Falscher Stolz?

Was würde der Einsamkeit entgegenwirken?

- Netzwerke schaffen
- Zuhören-Hinhören
- Zuhör-Bank
- Biographie Arbeit
- Vertrauen aufbauen
- Verlässlichkeit zeigen
- Situationen einordnen

Positive Aspekte der Einsamkeit

Abgrenzung des Begriffs „Einsamkeit“ zum „Alleinsein“

• Das Gefühl der Einsamkeit wird empfunden, wenn das Alleinsein nicht selbst gewählt ist und die Person die Situation nicht so leicht selbst unterbrechen oder beenden kann
• Einsamkeit kann in einer Krisensituation oder besonderen Lebenssituation entstehen
• Wenn Einsamkeit längere Zeit anhält, hat dies negative gesundheitliche Auswirkungen
• Gefühl der inneren Leere, „seelischen Hunger“ empfinden
• Eine (sinnvoll empfundene) Aufgabe fehlt
• Sich nicht mit sich selbst beschäftigen können
• Der Antrieb fehlt
• Die Tagesstruktur fehlt, wenig Struktur
• Sich immer mehr zurückziehen
• Freunde ziehen sich zurück
• Es kann dazu kommen, dass man verlernt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen
• Einsamkeit ist ein subjektives Gefühl, es muss nicht der realen Situation entsprechen
(z. B. sich einsam fühlen, obwohl viele Menschen einen umgeben)
• Einsamkeit entsteht dann, wenn einem der „Strudel nach unten“ bewusst wird.
• Abwärtsspirale
• Einsamkeit mach starr und unbeweglich (innen und außen)
• Alle Entscheidungen alleine treffen zu müssen ist anstrengend
• Einsamkeit ruft Scham hervor, der von manchen Personen von Ärger/Wut überdeckt wird
• Anderen Vorwürfe machen (z. B. „Du bist NIE da!“)
• Einsamkeit wird im Extremfall zum einzigen Thema – keine Bereitschaft oder keine Möglichkeit, andere Themen zu wählen
• Erwartungen haben, die vielleicht nicht realistisch sind und die Enttäuscht werden
• Sich als Opfer fühlen
• Klagen über den Zustand
• Hilflosigkeit erleben und erleiden
• Resignation „Mich versteht keiner“
• Es gibt kein Medikament gegen Einsamkeit
• (Stummer) Schrei, gesehen zu werden
• Zu viel wollen und nie genug zu haben macht unzufrieden und einsam

Sinn der Einsamkeit

• Hinweis „Es fehlt was“, „Etwas stimmt nicht“
• Das Bewusstsein kann geweckt werden: „Ich bin ein soziales Wesen“
• Motivator, in Kontakt zu gehen
• Begegnung, Austausch
• Rückbesinnung auf sich selbst, bewusster wahrnehmen
• Ressourcen (neu) entdecken
• Chance zur Auseinandersetzung mit sich selbst und der Lebenssituation
• Impuls, die Lebenssituation zu ändern
• Anstoß für Veränderung
• Die Komfortzone verlassen
• Sich selbst eingestehen: Veränderung kann passieren
• Selbst aktiv werden
• Neue Wege gehen, neue Aufgaben finden
• Sich aufmachen und neue Leute/Netzwerke suchen
• Es wird so unangenehm/tut so weh, dass man bereit wird, etwas zu tun oder etwas hinter sich zu lassen oder etwas aufzugeben
• Sich selbst überwinden, den Schmerz überwinden
• Der Selbsterhaltungstrieb wird herausgefordert
• Dem Leben und den Zufällen des Lebens vertrauen, sich anzuvertrauen
• Impuls, das Alleinsein zu lernen oder neu zu lernen
• Die eigenen Grenzen und sich selbst kennen lernen
• Selbstbewusst und offen werden, Selbstbewusstsein stärken
• Möglicher Weg aus den negativen Folgen der Einsamkeit: innerlichen Abstand zu der „mächtigen Gefühlslage“ zu gewinnen (z. B. durch Achtsamkeitstraining)

Positive Aspekte des Alleinseins

• Ruhephasen gönnen, herunterfahren
• Zur Ruhe kommen, bei sich ankommen
• Sich finden, Meditation
• Sich „erden“
• Einfach mal etwas sein lassen, statt sich mit dem nächsten Ereignis zuschütten
• Zeit für sich haben
• Weniger Stressoren
• Weniger Ablenkung im Außen, nicht abgelenkt werden
• Wenig Außeneinfluss
• Bessere und intensivere Wahrnehmung
• Die innere Stimme gut hören können
• In der eigenen Energie sein können
• Gegenpol zum (Berufs)Alltag
• Alleinsein wird als positiv empfunden, wenn die Person sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzt und keine Angst davor hat
• Positives „Mindset“, Resilienz
• Dankbarkeit empfinden
• Bei sich sein können
• Sich (grundsätzlich) geborgen und aufgehoben fühlen
• Konzentriert an einer Sache bleiben. Konzentriert arbeiten können.
• Selbst entscheiden können, frei entscheiden
• Sich bewusst entscheiden, alleine zu sein
• Frei sein
• Bei Entspannungsmethoden und Achtsamkeitsübungen ist man im positiven Sinne allein
• Manches geht nur allein (z. B. Musikinstrument erlernen)
• Stärke, es mit sich selbst aushalten zu können
• Für sich alleine sein können, ohne ständig in Bezug sein zu müssen
• Fördert die Kreativität. Im Alleinsein kommen die besten Ideen
• Genuss im Alleinsein (z. B. das Meer genießen)
• Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse
• Sich seiner sozialen Beziehungen und Bindungen bewusst sein
• Soziale Kontakte sind da, wenn man es möchte
• Gerne zu Hause sein
• Sich die Umgebung schön und stimmig gestalten
• Gerne allein sein mit dem guten Gefühl „Ich könnte, wenn ich wollte“
• Sich selbst kennen (lernen).
• Selbstliebe. Selbstvertrauen – sich selbst mögen und vertrauen
• Sich seiner selbst bewusst sein
• Selbstwirksamkeit erleben

Als Essenz aus diesem Workshop ergibt sich, eine „Alleinsein-Kompetenz“ von klein auf zu fördern und zu erlernen. Diese Kompetenz sollte ein Leben lang weiter-entwickelt und gepflegt werden:
• Positive Erfahrungen und Erlebnisse mit Alleinsein verbinden und verknüpfen
• Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmtheit stärken
• Positive Erfahrungen machen, ausprobieren
• Sich mit der Angst vor dem Alleinsein auseinandersetzen
• Langeweile aushalten und genießen lernen
• Es sich wert sein, etwas alleine zu tun
• Sich alleine sehen und empfinden
• Die eigenen Bedürfnisse unabhängig von anderen spüren können
• Die Qualität von Beziehung und dem Zusammensein mit anderen Menschen schätzen
• Zwischen Alleinsein und in Gesellschaft sein wechseln können
• Sich gut kennen, mit allen Stärken und Defiziten
• Erfahren und lernen: Welcher Typ Mensch bin ich? Wie viel Alleinsein brauche ich?
Wie viel Alleinsein hat mir als Kind / als Jugendliche*r gutgetan? Was brauche ich heute als erwachsene Person?
• Erfahren und lernen: In welchen Situationen brauche ich Beziehung und in welchen Situationen brauche ich das Alleinsein?
• Erfahren und lernen: Wann und wie ziehe ich mich aus der Gesellschaft anderer Menschen zurück? Wie gestalte ich mein Alleinsein, dass es mir dabei gut geht? Was kann ich auch mal komplett sein lassen? Wie komme ich aus dem Alleinsein wieder in die Gesellschaft anderer Menschen?
• Eine gesunde und für sich selbst stimmige Mischung zwischen Alleinsein und in Beziehung zu anderen sein entwickeln
• Corona-Pandemie war eine Art Bewährungsprobe für die Kompetenz des Alleinseins

Bilder der Workshop Ergebnisse

Handlungsmöglichkeiten zum Umgang mit Einsamkeit

• Zusammenkünfte initiieren
• Austausch fördern
• Offene Treffs (flächendeckend)
• Generationenübergreifende Angebote
• Selbsthilfegruppen
• Vernetzung der Akteure
• Thema Einsamkeit sensibel ansprechen z. B. auch in der Pflegeberatung
• Individuelle Kontaktpaten (Nachbarn, Verwandte, Hausarzt)
• Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen gezielt auf Angebote hinweisen
→ Thema Behinderung & Arbeit: Integrationsfachdienst
• Aufsuchende Arbeit aufbauen
• Analyse von Hemmnissen (warum Angebote nicht wahrgenommen werden)
• Niedrigschwellige Informationsangebote
• Bauernhof, auf dem Senioren mit den Besitzern leben
• Mehr Gruppenangebote zur Beratung /Therapie
• Vereine, kirchliche Gruppen besuchen
• Viele Bänke (mit Bäumen) im Ort
• Verein „PUZZEL“ (Nachbarschaftshilfe)
• Kontaktanzeigen / schwarzes Brett
• Ansprechen der Einsamkeit: je nach Menschentyp direkt ansprechen oder gemeinsame Aktion vorschlagen – Aktionskarten der Gesundheitsregionenplus verwenden
• Aktion „1 Stunde Zeit“
• Wohngemeinschaften für psych. Erkrankte
• Spielenachmittag, gegenseitige Hilfe, jeder lernt von jedem, neue Themen, Bereicherung
• Offene Treffs für alle Altersgruppen und Nationen
• Friedhöfe als Begegnungsstätten
• Mehrgenerationenhäuser und Wohngemeinschafen
• Günstige Preise für alle, z.B. Mittagstisch
• Treffs in Büchereien
• Dorfladen als sozialer Treffpunkt
• Hol- und Bring-Dienst für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind
• Multiplikatoren im Sozialraum gewinnen, um alleinlebende, einsame Menschen zu erreichen und motivieren zum offenen Treff zu kommen
• Besuchsdienste mit Tieren
• Plauderkasse im Supermarkt
• Selbstliebe lernen – Selbsthilfe
• Sozialraumorientierung

Bilder der Workshop Ergebnisse

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Welche Angebote gibt es in der Region Bayerischer Untermain?

Eine Auswahl von Hilfs- und Beratungsangeboten finden Sie hier:

Telefonische und digitale Angebote

  • Die TelefonSeelsorge Untermain

    ist für jeden da. Sie bietet allen Ratsuchenden bei Problemen und Krisen in jeder Lebensphase ein offenes Ohr. Per Telefon 0800/111 0 111 , 0800/111 0 222 oder 116 123 sowie per Mail und Chat unter. www.ts-untermain.de. Das Angebot ist kostenlos, anonym und jeden Tag rund um die Uhr erreichbar.

  • Das Krisennetzwerk Unterfranken

    ist ein Hilfeangebot für Menschen in psychischen oder seelischen Notlagen. Der Krisendienst bietet telefonische Beratung, ambulante Krisentermine, mobile Einsätze und stationäre Behandlung. Falls erforderlich, können hier auch direkt, also noch am selben Tag, Termine in einer psychiatrischen Krisenberatung angeboten oder an Kliniken vermittelt werden. Allen Tagen des Jahres rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter der Telefonnummer: 0800/655 3000

    Hier geht's zur Website des Krisennetzwerks.

  • Nummer gegen Kummer

    Das deutschlandweite Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ bietet Beratungsangebote zu psychosozialen Themen und Gesundheit. Bei Bedarf wird zum Beispiel auch in weiterführende Hilfen vermittelt. Eltern können sich ebenfalls kostenfrei und anonym beraten lassen. Kinder- und Jugendtelefon: 116111, Elterntelefon: 0800/110550

    Hier geht's zur Website.

  • REDEZEIT FÜR DICH

    Über 350 Ehrenamtliche unterstützen Dich hier bei Unsicherheiten, Selbstzweifeln, Einsamkeit, Wut, Hilflosigkeit, Frust, Unruhe, Überforderung und allem, was einen Menschen belasten kann. Auch in verschiedenen Fremdsprachen.

    Hier geht's zur Website.

  • Telefon-Engel

    geben Menschen ab 60 Jahren durch Telefonkontakte mit freiwilligen Helfern soziale Nähe. Unter der kostenlosen Telefonnummer 089/189 100 26 können Senioren über alles sprechen, was sie bewegt. Daraus kann dann eine Telefonpatenschaft entstehen, eine Verbindung, die auch über längere Zeit Bestand hat.

    Hier geht's zur Website.

  • Silbernetz e.V.

    Am Silbertelefon finden Menschen ab 60 Jahren täglich von 08-22 Uhr unter 0800 4 70 80 90 ein offenes Ohr – ohne Krise oder konkretes Problem. Anonym, vertraulich, kostenfrei!
    Für einen tiefergehenden telefonischen Kontakt gibt es die Silbernetz-Freundschaft: interessierte Senioren werden mit Ehrenamtlichen vernetzt, die dann einmal pro Woche für ein persönliches Telefongespräch anrufen.
    Mit der Silberinfo stellt Silbernetz den Anrufenden am Silbertelefon deutschlandweit Kontaktinformationen zu Angeboten der Altenhilfe zur Verfügung.

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  • Depressionshilfe
    Die gemeinnützige Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet das „Info-Telefon Depression“ unter der Telefonnummer 0800/3344533 an. Sowohl Betroffene als auch Angehörige können sich hier über die Erkrankung Depression informieren.

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  • Sozialpsychiatrischer Dienst Unterfranken

    hier werden psychisch bzw. seelisch erkrankte und / oder psychisch behinderte Menschen, Menschen, die von einer solchen Behinderung bedroht sind, Menschen in seelischen Krisen und Notsituationen und Angehörige ambulant betreut und beraten.

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  • Krisenchat
    Das Angebot bietet 24/7 Krisenberatung per Chat für alle unter 25 Jahren. Es ist ein bundesweites psychosoziales Hilfsangebot für junge Menschen in Krisensituationen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren können sich rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche kostenlos melden. krisenchat bietet eine professionelle Chatberatung per WhatsApp oder SMS, die von Ehrenamtlichen vorwiegend aus den Bereichen Psychotherapie, Psychologie, Sozialarbeit und Sozialpädagogik durchgeführt wird.

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  • [U25]
    ist ein niedrigschwelliges, kostenfreies Online-Hilfsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren in (suizidalen) Lebenskrisen. Die Beratung erfolgt ausschließlich anonym per Mail im Caritas-Beratungssystem durch ehrenamtliche Gleichaltrige, welche die Ratsuchenden durch ihre Krisen begleiten. Unterstützt werden die Ehrenamtlichen durch pädagogische Fachkräfte.

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  • JugendNotmail

    bietet Ratsuchenden einen geschützten Raum, in dem sie ihre Sorgen und Nöte unkompliziert und vertraulich online mitteilen können und Hilfe zur Selbsthilfe sowie Entlastung erfahren.

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Begegnungsstätten

Beratungsstellen

  • Sozialpsychiatrische Dienste

    Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) ist eine Beratungsstelle für seelische und soziale Gesundheit.

    Sozialpsychiatrischer Dienst Miltenberg
    Sozialpsychiatrischer Dienst Aschaffenburg


  • Seniorenberatungen

    Hier erhalten Sie u.a. Informationen über Seniorenkreise, häusliche Altenhilfe, Gesprächskreise pflegender Angehöriger, Besuchsdienste, Nachbarschaftshilfe, Hospizgruppen, Seniorentagespflegestätten, Kurzzeitpflegeeinrichtungen, betreutes Wohnen sowie Wohn- und Pflegeheime, finanzielle Leistungen bei Pflegebedürftigkeit.

    – Seniorenberatung des Landkreis Miltenberg
    Seniorenberatung der Stadt Aschaffenburg
    Seniorenberatung des Landkreis Aschaffenburg


  • Projekt “Und los – ElternChancheN”

    In dem Programm sollen vor Ort Bausteine gelingender Elternzusammenarbeit/-begleitung in der (frühen) Kindheit konzipiert und unter Einbezug von sozialen Einrichtungen in der Region umgesetzt werden. Ziel ist die stärkere Einbindung der Elternbegleitung in kooperative Arbeitsformen im Sozialraum und im kommunalen Kontext. Um Familien in besonderen Lebenslagen zu unterstützen sollen mit dem Programm passgenaue, am Bedarf der Familien orientierte Bildungsangebote – von niedrigschwellig bis in formalisierter Form – realisiert werden, um Ressourcenstärkung von Eltern zur Förderung ihrer Kinder durch Maßnahmen der Erziehungs- und Bildungswegbegleitung.

    Mehr zum Infos zum Projekt gibt es hier.

Initiative und Unterstützung/ Teilhabe

Apps, die verbinden

  • GemeinsamErleben

    ist die größte Freizeit-Community im deutschsprachigen Raum. Um ein starkes Zeichen gegen Einsamkeit zu setzen, sind alle wichtigen Funktionen inklusive der Kontaktaufnahme zu anderen Mitgliedern komplett kostenlos. So finden unsere über 600.000 GE-Mitglieder neue Freunde in ihrer Nähe, treffen sich zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten und füllen ihr Leben mit schönen Erlebnissen. “Spontacts” ist Teil des GemeinsamErleben-Netzwerks.

    Hier geht's zur Website.

  • Helpcity

    bietet mithilfe einer App den kostenlosen und anonymen Austausch mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen an. Gespräche mit Mentoren und Experten sind gegen eine Gebühr ebenfalls möglich. Abhängig von der individuellen Situation, den Interessen und dem Standort wird es den Benutzern erleichtert, den passenden Kontakt zu finden.

    Hier geht's zur Website.

  • Meet 5

    Sie möchten etwas unternehmen, aber wissen nicht mit wem? Auf Meet5 finden sich jeden Tag und überall Menschen, um gemeinsam Zeit zu verbringen. In der deutschlandweiten Community teilen Menschen ab 40 ihre Leidenschaften und planen gemeinsam Freizeitaktivitäten. Dabei entstehen unvergessliche Momente und langanhaltende Freundschaften, die das Leben bereichern.

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  • Nebenan.de

    ist Deutschlands größtes soziales Netzwerk für Nachbarn. Über die kostenlose digitale Plattform können sich Nachbarn kennenlernen, helfen, zu Aktivitäten verabreden, Dinge teilen und verschenken. Alle Nutzer sind adressverifiziert, treten mit Klarnamen auf und wohnen ca. 10 Gehminuten voneinander entfernt.

    Hier geht's zur Website.

Regionale Artikel zum Thema Einsamkeit

Durch die Gesundheitsregionenplus sind außerdem verschiedene Artikel zum Thema Einsamkeit in Zeitschriften der Region erschienen. 

Die Landkreiszeitung "blickpunkt MIL" erscheint noch 3 x jährlich und wird zusammen mit dem aktuellen Schaufenster (südlicher Landkreis) bzw. dem Wochenblatt (nördlicher Landkreis) des NEWS-Verlags an alle Haushalte im Landkreis verteilt.

Der „Buntspecht“ ist eine von mehreren Zeitschriften des Landkreises Aschaffenburg. Im Gegensatz zu den anderen Magazinen befasst er sich allerdings nicht nur mit einem speziellen Themenbereich, sondern berichtet über alle aktuellen Themen aus der Landkreisverwaltung.

„Schlaue Graue“ ist eine Seniorenzeitschrift der Stadt Aschaffenburg, die sich sich vor allem, aber natürlich nicht nur, an die älteren Aschaffenburgerinnen und Aschaffenburger richtet.

Hier geht’s zu den Artikeln, die im Jahr 2023 dort zum Thema Einsamkeit erschienen sind:

2023-07 BlickpunktMIL 

2023-04 Buntspecht_75, S. 18

2023-05 Schlaue_Graue, S. 12

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Veranstaltungen zum Schwerpunktthema Einsamkeit im Landkreis Miltenberg

Nachfolgend finden Sie alle Informationen zu den geplanten Veranstaltungen:

Fachveranstaltung „Einsamkeit begegnen – in Einzelberatung, Begleitung und Gruppenbegleitung“

Themenabend „Gemeinsam sind wir weniger einsam“

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