Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher – darunter der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Thomas Zöller – dürften dabei wichtige Impulse für die Berufswahl erhalten haben. Soziale Berufe haben Zukunft, erfuhren viele junge Menschen, die gekommen waren.
Landrat Björn Bartels bekannte bei der Eröffnung, dass die Messe für ihn eine Herzensangelegenheit sei. Die Premiere im vergangenen Jahr sei auf große Resonanz gestoßen und habe gezeigt, „wie wichtig es ist, den sozialen und gesundheitlichen Berufen eine eigene Plattform zu bieten.“ Dass es nun zur zweiten Auflage der Messe komme, sei auch Kleinheubachs Bürgermeister Thomas Münig zu verdanken, der die Idee zur Messe gehabt habe. Die Messe bringe Menschen zusammen und zeige berufliche Perspektiven auf, sagte der Landrat und stellte klar: „Ohne die Menschen, die in sozialen und gesundheitlichen Berufen arbeiten, würde in unserer Gesellschaft vieles nicht funktionieren.“ Ob in der Pflege, in der Medizin, in der Therapie, in der Pädagogik, im Rettungsdienst oder in der sozialen Arbeit – hinter all diesen Berufen stehen laut dem Landrat Menschen, „die mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem persönlichen Einsatz einen wichtigen Beitrag für unser Zusammenleben leisten.“
Aus eigener beruflicher Erfahrung – als Notfallsanitäter und Rettungsingenieur – wisse er, wie viel Verantwortung, Fachwissen und Menschlichkeit in diesen Berufen gefragt sind. Dabei handele es sich um Tätigkeiten, die einem viel abverlangen können, die aber auch unglaublich viel zurückgeben. Denn, so der Landrat, „kaum etwas ist so wertvoll wie das Gefühl, mit der eigenen Arbeit für einen anderen Menschen wirklich etwas bewirkt zu haben.“ 27 Aussteller aus der Region zeigten vielfältige Möglichkeiten auf, stellte der Landrat fest – von der klassischen Ausbildung über ein Studium bis hin zu Praktika, Weiterbildungen oder einem beruflichen Quereinstieg. Dabei gehe es längst nicht nur um die Berufe, an die man beim Stichwort Gesundheit oder Soziales zuerst denkt, auch kaufmännische und technische Tätigkeiten gehörten dazu und böten interessante Entwicklungsmöglichkeiten.
Das Besondere an der Messe sei der direkte Austausch, hier könne man auch mit Menschen sprechen, die diese Berufe täglich ausüben. Die Schülerinnen und Schüler bat der Landrat, sich umzuschauen, Fragen zu stellen und neugierig sein – vielleicht entdecke man am Ende einen Beruf, den man vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Und eines war dem Landrat noch wichtig: Viele berufliche Möglichkeiten lägen direkt vor der Haustür, die Region biete attraktive Ausbildungsplätze, interessante Arbeitgeber und vielfältige Entwicklungschancen. Für den Landkreis sei das von großer Bedeutung, denn man brauche auch in Zukunft engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte, die die medizinische, pflegerische und soziale Versorgung sichern.